Blauer Brief März 2015

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Blauer Brief März 2015

Liebe Wallauer!

Mit dem Blauen Brief nehmen wir ab und zu mit spitzer Feder Stellung zu politischen Entwicklungen. Wir freuen uns, wenn Sie sich Zeit dafür nehmen und vielleicht sogar mit uns darüber ins Gespräch kommen – wenn Sie mehr zu diesen oder anderen Themen rund um Wallau lesen möchten, schreiben Sie uns eine E-Mail oder schicken Sie uns ebenfalls einen Brief  ...

Außenstelle vor dem Aus

Was ist geschehen?

Wallaus Außenstelle der Verwaltung soll ab 2016 nur noch ehrenamtlich geführt werden  – das bedeutet: keine Personalkosten, reduzierte Öffnungszeiten, verringertes Angebot. Führende Politiker argumentieren, der bei der Eingemeindung vertraglich zugesicherte Status Quo für die Außenstelle  sei »nach so langer Zeit nicht mehr unantastbar«.

Wir finden: Entlarvend! Warum nicht  auch ein paar andere Zusagen brechen, die in die Jahre gekommen sind? Das Treuegelöbnis in einer Ehe, die Meinungsfreiheit im Grundgesetz oder Arbeitszeiten in einem Arbeitsvertrag?

Wir fordern: Die Stadt muss ihre Pflichten den Stadtteilen gegenüber ernster nehmen. Die teilweise einseitige Kündigung eines Vertrags ist ein dreister Wortbruch. Wir fordern den vollen Erhalt der Außenstelle!

Trügen, Täuschen, Tricksen – die Ländcheshalle

Was ist geschehen?

Das weiß eigentlich jeder. Hofheim plant. Billig. Einen Hallenneubau mit verringerter Kapazität auf einer bisherigen Grünfläche direkt neben der Schule, dafür mindestens ein Neubaugebiet plus Parkplätze an verkehrsungünstigem  Ort.

Wir finden: Die angeblich billigste Lösung ist vor allem eines: billig für Hofheim, aber keine Lösung für Wallau. Denn: Es geht nicht um überzogene Forderungen nach goldenen Türgriffen, mehrstöckigen VIP-Bereichen, einem weitläufigen Sportpark mit Barfußpfad oder dergleichen. Es geht darum, dass Wallau die bestehenden Möglichkeiten bewahrt haben möchte – obwohl seit dem Bau der Ländcheshalle die nutznießende Bevölkerung deutlich angestiegen ist. Wenn Hofheim von Anfang an konstruktiv gewesen wäre, wäre die Ländcheshalle nicht in so beklagenswertem Zustand. Das bisherige Ensemble aus Taunusblickschule, Schulsporthalle, Sportplatz mit Fußballerheim und Ländcheshalle ist eine kluge Lösung für Wallau. Jede Verschiebung und Verschacherung verschlechtert die Lage.

Wir fordern: Keine weitere verdichtete Bebauung! Sanierung der Ländcheshalle durch die Stadt statt Neubau durch den TV Wallau! Eine Sport- und Kulturhalle ist eine Einrichtung, die dem Gemeinwohl dient und daher von den Dienern des Gemeinwohls unterhalten und verwaltet werden muss. Muss.

Jede Menge Schotter

Was ist geschehen?

Ein beeindruckend kurzes Teilstück (40 Meter!) der Straße zwischen Wallau und Breckenheim wurde geschottert, um Autofahrer vom Benutzen der Strecke abzuhalten.

Wir finden: Der Effekt ist nicht nur Null, sondern sogar negativ: Die Strecke wird nach wie vor genutzt, aber mit mehr Lärm und Dreck.

Wir fordern: Konzeptionell denken! Verbindungswege zwischen befreundeten Gemeinden sollten gemeinsam  - und auch für Radfahrer und Spaziergänger - gestaltet werden.

Senioren unerwünscht?

Was ist geschehen?

Viele Budgets werden bis zum Gehtnichtmehr gekürzt. Auch für weihnachtliche Seniorennachmittage in den Ortsteilen ist kein Geld da.

Wir finden: Das Geld ist da, es liegt aber bei anderen Projekten – am Rosenberg, im Wasserschloss, im Kino oder beim Eiszauber.

Wir fordern: Zu Weihnachten sollte man an andere denken – auch der Staat. Finger weg von Geldern, die für Kinder und Ältere da sein sollten! Die einen sind unsere Zukunft, die anderen haben uns in die Gegenwart gebracht.

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