Einjähriges Jubiläum der Wählergemeinschaft Wallau/Taunus

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Am 18. August 2014 feiern wir, die Wählergemeinschaft Wallau / Taunus, unser einjähriges Jubiläum. Das freut uns und macht uns auch ein wenig stolz, schließlich ist die Neugründung einer Wählergemeinschaft doch etwas Besonderes und wir haben auch durchaus viel Neues erlebt in dieser Zeit.

Ausgehend von der Gründungsversammlung mussten wir zunächst viele organisatorische Dinge regeln. Das fing an in der Gründungsversammlung selbst, mit dem Beschließen der Satzung und der Wahl des Vorstandes. Danach folgte die Eintragung in das Vereinsregister, die Anmeldung beim Finanzamt Wiesbaden sowie die Aufnahme in den Vereinsring Wallau. Letzteres war eine Sache, die uns sehr am Herzen lag.

Wir erstellten in dieser Zeit auch unser Logo, welches uns einen hohen Wiedererkennungswert gibt und gleichzeitig unsere Verbundenheit mit Wallau widerspiegelt. Wichtig für die Aufnahme der politischen Arbeit war aber vor allem die Verabschiedung unseres politischen Programms durch die Mitgliederversammlung. Hierin dokumentieren wir die politische Grundeinstellung, die uns allen gemeinsam ist.

All diese Dinge konnten wir in Ruhe regeln, da wir anfangs weder großes Aufheben noch Werbung für die Wählergemeinschaft machten. Stattdessen führten wir "nur" persönliche Gespräche mit Wallauer Bürgern.

Das änderte sich, als die Presse gerüchteweise über die Gründung einer Wählergemeinschaft in Wallau erfuhr und das Höchster Kreisblatt uns kontaktierte. Nachdem wir bereitwillig Auskunft zu deren Fragen gaben und das Ganze in der Zeitung veröffentlicht wurde, war es natürlich vorbei mit der Ruhe.

Das wiederum war nun aber kein Beinbruch für uns, da wir ohnehin früher oder später an die Öffentlichkeit gegangen wären.

Das taten wir dann einfach etwas früher als geplant, sowohl in der realen als auch der virtuellen Welt. Während wir in der realen Welt unseren ersten Flyer "unters Volk brachten" und unsere erste eigene Veranstaltung „Scha(r)f auf Wallau" im Hauzelhof ausrichteten, erstellten wir in der virtuellen Welt unsere Facebook-Profil und unsere Homepage.

Parallel dazu wurden wir in der karnevalistischen Welt Bestandteil von Fastnachtsreden in Wallau und so manchem Hofheimer Stadtteil. Offensichtlich ließ es die Leute nicht kalt, was da in Wallau passierte.

Vor allem aber haben wir angefangen, uns politisch einzubringen und dabei viele Dinge ausprobiert.

Zunächst haben wir mit Pressemitteilungen und Leserbriefen unsere Sichtweise öffentlich vertreten und Stellung zu konkreten Themen bezogen.

Dabei deckten wir eine große Bandbreite ab. Ausgehend von unseren Kernthemen wie Budgetverantwortung für Wallau, Ehrlichkeit in der Politik im Umgang mit den Bürgern, und Selbstständigkeit für Wallau griffen wir auch die aktuellen kommunalpolitischen Themen auf: Schotterstraße, Jugendhütte, Kunstrasenplatz, Ländcheshalle und Kleingärtnerbrücke. Letztere thematisierten wir bereits im Januar, also lange vor der tatsächlichen Sperrung im April.

Auf unserer Homepage haben wir die Rubrik "Unsere Positionen" eingeführt. Dort kann man unsere Position zu kommunalpolitischen Themen eindeutig nachlesen. Unserer Meinung nach ist das ein einmaliges Angebot, dass es in dieser Form sonst nicht gibt.

Zusätzlich haben wir unsere Themen und Positionen an den Ortsbeirat herangetragen. Dies taten wir in persönlichen Gesprächen, per Email und in der Bürgerfragestunde nach den Ortsbeiratssitzungen. Dabei ging es um die Nutzung des Jugendkellers durch Vereine, um die Ländcheshalle, um die Schotterstraße, um lang anstehende Instandhaltungsmaßnahmen, aber auch um die Ziele der Wählergemeinschaft im Allgemeinen.

Zum Thema Staubentwicklung durch die Schotterstraße haben wir unser Glück auch mit einem direkten Anschreiben an einen Vertreter des Magistrats versucht, um die Situation von Anwohnern zu vermitteln. 

An der Demo zur Kleingärtnerbrücke haben wir mit 10 Mitgliedern teilgenommen. Damit stellten wir einen großen Teil der insgesamt 100 Demonstranten. Das betrachten wir auch als selbstverständlich, schließlich ist das ein Protest der Bürger und wir sind Bürger, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, die Interessen der Wallauer zu vertreten.

Was die Beseitigung von Missständen angeht, war es jedoch interessanterweise am effektivsten, wenn wir das Bürgerbüro angeschrieben hatten. Dies taten wir zu den Themen starke Staubentwicklung durch defekte Beregnungsanlage am Sportplatz und lockere Verbundpflastersteine vorm Kindergarten Arche. Bei beiden Themen wurde recht zeitnah Abhilfe geschaffen.

Für den Sportplatz kam es zur Ersatzteillieferung an den Platzwart, der das Problem dann in Eigenarbeit behob. Hier muss das große Engagement unseres Platzwartes erwähnt werden, da solche Reparaturen nicht zu seinen Aufgaben gehören. Bei den lockeren Verbundsteinen legten die Mitarbeiter des Bauhofes selbst Hand an. Zwar wurde keine tiefere Ursachenforschung betrieben, aber durch das zweimalige Verfüllen von Sand wurde das Problem dann schließlich behoben.

Aufgrund dieser insgesamt positiven Erfahrungen können wir nur alle Bürger ermutigen und ihnen ans Herz legen, Missstände an das Bürgerbüro zu melden.

Aber auch in der Zusammenarbeit mit anderen Vereinen haben wir uns eingebracht und nach konstruktiven Lösungen gesucht.

So haben wir zwei Steine zum Ländcheshallenneubau über unseren 1. Vorsitzenden in seiner Rolle als Mitglied des TV Wallau ins Rollen gebracht.

  1. Zur Finanzierung der geplanten neuen Halle haben wir beim TV Wallau einen Vorstoß initiiert, Fördermittel aus einem Sondertopf zu beantragen und haben bei der Formulierung dieses Antrags unterstützt. Leider wurde dieser Antrag vom zuständigen Ministerium abgelehnt. Das Schöne an der Förderung aus diesem Sondertopf war - neben der zu erwartenden hohen Fördersumme -, dass es dieses Geld nur gegeben hätte, wenn die Stadt Eigentümer der Halle geblieben wäre, was sie nach unserem Verständnis ja ohnehin bleiben sollte.
  2. Zum Thema Beteiligung des TV Wallau an dem Ländcheshallenneubau haben wir einen Antrag im Rahmen der JHV des TVW eingebracht. Die Mitgliederversammlung hat diesen Antrag mit großer Mehrheit beschlossen:
    "Der TV Wallau wird sich an einer Hallenneubaulösung, die aus einer Dreifeldhalle einschließlich der Umkleideräume für den Sportplatz besteht (häufig auch Basislösung genannt) weder finanziell, noch als Bauträger und/oder Eigentümer, noch mit Eigenleistung beteiligen. Gleiches gilt, falls die Hallenneubaulösung noch kleiner ausfällt, beispielsweise Dreifeldhalle ohne Umkleideräume für den Sportplatz."
    Damit wurde in dieser Diskussion endlich mal ein Pflock eingerammt und eine Grenze eingezogen.

Was den einen oder anderen vielleicht verwundern wird, ist unsere Zusammenarbeit mit der Verwaltung der Stadt Hofheim. Hier zeigen wir heute schon, wie partnerschaftlich eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen zwei getrennten Kommunen aussehen kann. Wir haben rund 18000 Seiten aller Haushaltspläne seit 1977 eingescannt und digitalisiert. Die Dateien mit den digitalisieren Haushaltsplänen haben wir danach auch der Verwaltung der Stadt Hofheim gegeben im Gegenzug dafür, dass wir die Haushaltspläne so unbürokratisch zur Verfügung gestellt bekommen haben. Da soll mal einer sagen, wir wären nur auf Konfrontation aus. Von zwei Haushaltsplänen wurden uns vom Archiv der Stadt sogar die jeweils letzten Originale zur Verfügung gestellt.

Die Wählergemeinschaft darf hier also durchaus auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Aber auch im zweiten Jahr des Bestehens wird es ereignisreich bleiben.

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