Sportplatz im Rückblick

Bild des Benutzers Mario Kleber

 

1. Im Wahlkampf gesagt:

Sportplatz (Kunstrasenplatz / Tartanbahn / Leichtathletikanlage)

  • Trennung von Baumaßnahmen Ländcheshalle und Sportplatz und zeitnahe Umsetzung beider Maßnahmen
  • Erhalt der Laufbahn
  • Einfordern eines realistischen Umsetzungstermins von der Stadt bei zwischenzeitlicher Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen am jetzigen Sportplatz 

2. Nach der Wahl getan:

Anfrage ob Kunstrasenplatz weiterhin für 2017 geplant ist

Wir fragten den Magistrat, ob die Umsetzung des Kunstrasenplatzes in Wallau weiterhin für 2017 geplant ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so baten wir um Nennung eines realistischen Umsetzungstermins.
  
Diese Anfrage stellten wir in der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsbeirates im Mai 2016. Die Antwort „in kurz“ war, dass es davon abhängt, ob die notwendigen Fördergelder des Landes Hessens für 2017 gewährt werden. Ob der TV Wallau für 2017 diese Förderung erhält sei nicht bekannt. Ein realistischer Umsetzungstermin wurde nicht genannt, vermutlich, weil seitens des Magistrats weiterhin von 2017 ausgegangen wurde.

Hinweis auf die starken Bemühungen des SV 07 Kriftel um die Landesfördergelder für 2017

Wir taten dies ebenfalls im Mai als wir lernen dürften, dass in Kriftel die Parlamentsfraktionen dem Fußballverein vor der Kommunalwahl bereits zugesagt, dass sie in einer überparteilichen Initiative an die „Entscheidungsträger“ in Land und Bund herantreten wollten. Eine vergleichbare Unterstützung für das Sportgelände in Wallau konnten wir nicht erkennen.

Für Transparenz und zeitnahe Information der Öffentlichkeit gesorgt

Wir haben Anfang Oktober beim Kreis nachgefragt, um herauszubekommen, welcher Sportplatz denn nun gefördert wird. Nach einigem hin und her, sowie Nachfragen beim TVW und beim SV 07 Kriftel erhielten wir dann die Antwort, dass Kriftel den Zuschlag erhalten hat. Diese Information veröffentlichten wir auf unserer Facebook-Seite. Es dauerte – laut Information der Stadt Hofheim – bis zum 8. Dezember bis die Stadt vom Kreis offiziell informiert wurde. Die Stadt wiederum hat diese Information erstmals am 23. Januar in der Sitzung des Ortsbeirates Wildsachsen öffentlich gemacht.

3. Erzieltes Ergebnis:

Hier möchten wir eines vorwegschicken. Es gibt zwei große Probleme im Zusammenhang mit dem Sportplatz.
  
Zum einen die Tatsache, dass er Jahr für Jahr um genau ein Jahr verschoben wird. D. h., dass sich größere Instandhaltungsmaßnahmen am Sportplatz nie lohnen und er dadurch auch in einem entsprechend schlechten Zustand ist.
  
Zum anderen, dass eine Kommunikation über Terminverschiebungen nicht zeitnah erfolgt bzw. die Abschätzung von Planterminen regelmäßig mit einem gehörigem Schuss Optimismus vorgenommen werden.
  
Der im Januar 2015 seitens des Magistrats ins Gespräch gebrachten Wegfall der Laufbahn (für Details auf Link klicken und dann Anlage 1 auswählen) ist mittlerweile kein Thema mehr. Im Haushaltsplan finden sich Finanzmittel, die sowohl Kunstrasenplatz, Laufbahn, als auch Leichtathletikanlage abdecken. Daher haben wir zu diesem Punkt nach der Wahl nichts unternommen.
  
Am 28.09.2016 im Rahmen der Diskussion um den Neubau LH wich der Magistrat erstmalig von der Verknüpfung von Kunstrasenplatz und Halle ab. Das Höchster Kreisblatt berichtete darüber folgendermaßen:

"Entkoppelt wurde das Vorhaben vom Bau des Kunstrasenplatzes, der ursprünglich erst nach der Ländcheshalle realisiert werden sollte. Jetzt gilt es als machbar, an der Ländcheshalle zu arbeiten, ohne einen neu verlegten Kunstrasenplatz gleich wieder zu beschädigen."
Dies war wohl der Einschätzung des mittlerweile zuständigen Architekturbüros zu verdanken. Diese Information wurde aber später weiterhin von manchen Kommunalpolitikern ignoriert.

Was haben wir aber dazu beigetragen?
  
Das ist wie so oft schwer zu beziffern. Wir haben uns von Beginn der Diskussion gegen die Verknüpfung der Baumaßnahmen Ländcheshalle und Sportplatz gewandt. Dass diese Verknüpfung aufgegeben wurde lag aber wohl hauptsächlich an der Einschätzung des Architekten.
  
Das Infrage stellen der Laufbahn war nach der Wahl schon kein Thema mehr. 

Einen realistischen Termin haben wir auf unsere Anfrage nicht genannt bekommen. Allerdings sprach der Vertreter des Magistrats in der Ortsbeiratssitzung im Februar 2017 von einer Umsetzung in 2018. Die Hofheimer Zeitung zitiert in folgendermaßen:

„Laut Exner liegt dem Magistrat die schriftliche Zusage des Landrats vor, dass die Bezuschussung des Kunstrasenprojekts in Wallau 2018 auf Platz eins der Prioritätenliste steht."

Wir könnten nun sagen, dass alle Punkte erledigt sind. Allerdings hatten wir einen Baubeginn in 2017 im Sinn...
  
Wir finden es ebenso bedauerlich wie bewundernswert, dass Kriftel trotz Veränderungssperre (wegen der geplanten B519) den Zuschlag für die Landesfördergelder 2017 erhalten hat.
Eben diese Veränderungssperre hat aber dazu geführt, dass bis Anfang März 2017 nicht einmal die detaillierten Planungen begonnen werden konnten, da zunächst eine Klärung über eben diese Veränderungssperre mit dem Land herbeigeführt werden muss.
Wie dieses klärende Gespräch Anfang März ausging wissen wir nicht, aber eine Baumaßnahme im Sommer 2017 wird es in Kriftel durch diese Verzögerung wohl nicht geben. Wenn es dumm läuft, beginnen die Bauarbeiten dort erst im Sommer 2018.
  
Dann wäre die Entscheidung des Main-Taunus-Kreise in dieser Frage zumindest mal als unglücklich zu bezeichnen.

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